Dreifaltigkeitssonntag

Glücklich der Christ?

Dreifaltigkeitssonntag/ B

GLÜCKLICH DAS VOLK, DAS DER HERR SICH ZUM ERBTEIL ERWÄHLT HAT. (Ps 33,12)

Glücklich der Christ?

Manchmal, in großen Augenblicken, durchströmt mich Dankbarkeit: Was ist mir geschenkt? Ist es wahr? Oder ist es zu schön, um wahr zu sein?

Meist habe ich mich daran gewöhnt, Christ zu sein. Wie das Wunder, einem Menschen zu gehören, im Alltag zerrinnt.

HAT JE EIN VOLK . . . (Dm 4,33)

— solches erfahren wie wir?

Gott, der ganz andere Gott, neigt sich herab, kommt uns so nahe, daß er in uns lebt! Nur die vertrauteste Anrede bringt diese Verbundenheit zum Ausdruck:

lHR HABT DEN GEIST EMPFANGEN, DER EUCH ZU SÖHNEN MACHT ...ABBA, VATER! (Röm 8,15)

Hat je ein Volk solches erfahren wie wir?

Wir sind auf den Namen des dreifaltigen Gottes getauft! (Mt 28,19*) 

Gottes Name ist über uns ausgerufen, Gott hat seine

Zuwendung besiegelt. Wir sind hineingenommen in den Sog der Liebesbewegung, die Gott erfüllt und auf uns überströmen will.

Hat je ein Mensch solches erfahren — und bleibt doch unberührt? Stumpf im Trott des Alltags bürgerlicher Frömmigkeit, stumpf im Trott frommer Worte, lebloser Worte. . .?

HEUTE SOLLST DU DIR ZU HERZEN NEHMEN . . .! (Dm 4,39)

Heute darfst du wieder staunen über das Wunderbare, das er gibt — und noch mehr über das Wunder, das er ist!

 

Jugendnacht

Fotos von unserer Jugendnacht! 

18 Jugendlichen waren mit Begeisterung 

dabei! 

Gemeinsam haben sie überlegt, was es heißt, "Teil der Kirche" zu sein! 

Pastoralassistentin Maria Pap

 

Pfingstmontag

Abenteuer der Wahrheit

Pfingstmontag

IHR KÖNNT ES JETZT NICHT ERTRAGEN. (Joh 16,12)

Euer Herz ist noch schwach. Ihr hängt an eurer eigenen Wahrheit — euren Bedürfnissen angepaßt. Eure so zurecht gezimmerte Wahrheit werdet ihr leicht ertragen — doch sie wird euch nicht tragen.

DER GEIST WIRD EUCH IN DIE GANZE WAHRHEIT EINFÜHREN. (Joh 16,13*)

Der Beistand des Geistes wird euch jene Wahrheit lehren, die ihr nur erbitten, erhoffen, miteinander und füreinander von Gott empfangen könnt: wenn ihr euch in Frage stellt und hinterfragen läßt (was einmal Wahrheit für euch war, kann heute oder morgen schon verkürzte Wahrheit sein); wenn ihr das schmerzliche Loch offen haltet, unfertig zu sein — und wenn ihr es füllen lasst, ein Leben lang; wenn ihr das faszinierende, auch verwundete Abenteuer der Wahrheit, des Weges zur vollen Wahrheit, wagt.

NOCH WÄHREND PETRUS DIES SAGTE, KAM DER HEILIGE GEIST AUF ALLE HERAB. (Apg 10,44)

Bei anderen brachten seine Worte Frucht — bei Heiden, die er nicht angesprochen hatte. Das Echo seiner Predigt hallt auf ihn zurück, widerhallt in ihm und lehrt ihn so den Weg zur Wahrheit.

Auch Petrus brauchte lange — sogar länger als manche andere —, bis er Klarheit über Gottes Wege mit den Menschen gewann.

Gottes Geist führt in die ganze Wahrheit ein, wo Menschen ihn nicht für sich pachten, sondern ihn auch bei den „anderen“ erkennen. (Apg 10,45)

 

Pfingstsonntag

Geist des Verstehens

Pfingstsonntag

ALLE WURDEN MIT DEM HEILIGEN GEIST ERFÜLLT. (Apg 2,41)

Der Geist ist nicht erloschen. Der lebendige Gott macht sich erfahrbar (Apg 2,2-3*). Menschen wie die Apostel und viele andere werden — in der Gemeinschaft (Apg 2,1) — fähig zu einer Verkündigung, die nicht nur den Kopf, sondern das Herz erreicht (Apg 2,5.8.37*).

WIR HÖREN SIE IN UNSEREN SPRACHEN . . . (Apg 2,11%)

Auch sehr menschlich kann Gottes Geist wirken.

Ich fand dich und dein Verhalten abstoßend. Ich habe dich abgelehnt, wohl gehaßt. Du hörtest nicht auf mich. Ich verstand dich nicht. Wir hätten zusammenarbeiten sollen, doch wir haben gegeneinander gekämpft. Ich hatte nur mehr Angst vor dir. Welten trennten uns voneinander. Keiner verstand die Sprache des anderen.

Dann geschah das Wunder. Langsam, von innen her wuchs Verstehen. Du warst offen, unerwartet. Ich spürte, welche Not sich hinter deiner Härte verbarg. Deine Offenheit hat auch in mir Vertrauen geweckt. Wir sind aufeinander zugegangen, jeder bemüht um den anderen. Staunend entdeckte ich, wie

kostbar du bist.

Seitdem verstehen wir einander. So unterschiedlich unsere Sprachen sind — wir sprechen dieselbe Sprache.

Neues Leben ist wach geworden durch unsere Begegnung.

Freude, Friede ist auf viele übergegangen:

JESUS HAUCHTE SIE AN: FRIEDE SEI MIT EUCH! (Joh 20,21-22)

Die gute Nähe von Gottes Atem wird spürbar, wo Menschen in zärtlichem Gutsein die Kräfte der Zerstörung besiegen.

Gottes Geist läßt harte Positionen aufbrechen, führt Getrenntes zueinander.